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Westfälische Nachrichten. 9. März 2010

Mitreißend und anspruchsvoll

 -sad- Nottuln. Vor den Fenstern der Alten Amtmannei wirbelten Schneeflocken, drinnen wirbelten 50 Finger ausgewählter Schüler und Schülerinnen der Musikschule Forte-Piano an den Tasten des Flügels. Anlass war ein Jubiläum: Vor fünf Jahren gründeten Olga und Alexej Makhotin die Musikschule in der Stiftstraße 29.

Kulturvereinsvorsitzender Heiner Block gratulierte und freute sich darüber, wie das Musiker- und Pädagogenpaar Makhotin samt Lehrerteam und Schülergemeinde die Kulturlandschaft in Nottuln bereichere. Regelmäßige Konzerte, Schülervorspiele und der Tag der offenen Tür zeigten die große Kompetenz und der Erfolg der Musikschule.

Alexej Makhotin richtete seinen Dank für die freundliche Aufnahme in Nottuln insbesondere auch an die Eltern, ohne deren Vertrauen und Unterstützung das Führen einer Musikschule nicht möglich sei. Und dann war es soweit. Als schönstes Geschenk und Ergebnis der Arbeit präsentieren fünf junge Pianisten eine Auswahl attraktiver Klavier-Literatur.

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Erstaunlich gelassen und souverän meisterten die beiden jüngsten Musikerinnen Diana Fuchs und Riccarda Reith ihre Vorträge. Konzentriert und gut definiert, spielten die beiden Mädchen Werke von Johan Sebastian Bach, Aram Chatschaturjan, Isaak Berkowitsch und Reinhold Gliére.

Sebastian Vogt wusste mit dem ersten Satz der Beethovensonate Nr. 5 zu überzeugen. Versunken interpretierte er das temperamentvolle Stück und zeigte eine beeindruckende Klangvielfalt, die er mit dem Sonetto 123 del Petrarca von Franz Liszt effektvoll zu ergänzten wusste.  

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Theresia Schmitz begann wie Sebastian Vogt mit einem Bachpräludium und einer Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier und ließ dann die dramatische Rhapsodie g-Moll op. 79 Nr. 2 von Johannes Brahms donnern, zart singen, ebben und fluten. Mit zwei Mazurken und der Etüde op. 10 Nr. 12 von Frédérik Chopin überraschte sie das faszinierte Publikum, das von so viel Klangkraft und Energie hin und weg war.

Nachdem Daniel Pollack mit der Nocturne op. 55 Nr. 1 von Frédérik Chopin etwas sanftes Mondlicht verbreitet hatte, legte er richtig los und spielte mit Feuer. Kraftvoll, wuchtig, volle Schwung gab er das Präludium gis-Moll op. 32 von Sergej Rachmaninov sowie die Etüde op. 25 Nr.12 von Frédérik Chopin in die Tasten.

Es war ein mitreißendes und anspruchsvolles Klavierkonzert, das großes Können verlangte und anschließend mit einem Geburtstagsdrink auf die Musikschule Forte-Piano ausklang.  

 

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